Der Roman erzählt vom Leben in einer deutschen Stadt in den Jahren von 1920 bis 1934 am Beispiel der Geschicke von fünf Familien, die ganz unterschiedliche gesellschaftliche Milieus repräsentieren. Im Vordergrund die Kinder, sowohl des klassenbewussten, politisch engagierten Arbeiters als auch des grossbürgerlichen jüdischen Bankiers. Daneben die des liberalen, konfessionslosen intellektuellen Arztes, des faschistischen Kleinbürgers und schließlich des verarmten ostjüdischen Einwanderers. In expressiver Bildlichkeit führt Anna Gmeyner das kollektive Wegsehen der Deutschen vor der alltäglichen Inhumanität vor Augen und dokumentiert in eindringlicher Weise, wie die nationalsozialistische Gesellschaftspolitik auf den Zusammenbruch des Familienzusammenhalts zielte.
Iris Berben, die ihre Popularität auch als Instrument gegen das Vergessen, gegen Antisemitismus und für Toleranz einbringt, war dieses Hörbuch ein besonderes Anliegen. In ihren viel beachteten Lesungen erinnert sie immer wieder an die Opfer des Nationalsozialismus. Für ihre Bemühungen um Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden ist sie mehrfach ausgezeichnet worden.